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Der Traum vom Fliegen
Die Legende von Ikarus

Schon in der Antike setzten sich die Menschen mit dem Phänomen des Fliegens auseinander. Allerdings war man zu jener Zeit der Meinung, dass das Fliegen Göttern und Vögeln vorbehalten sein sollte. Auch die Vorstellungen des Mittelalters waren von der Ansicht geprägt, dass der Mensch in der Luft nichts zu suchen habe. Fliegen galt als etwas Übernatürliches, nicht für den Sterblichen gedacht.
Ikarus (43 v. Chr. bis 18 n. Chr.)
 
Darstellung von Ikarus, Bleistift-<br>zeichnung
Darstellung von Ikarus, Bleistift-
zeichnung
Nach Ovids Sage baute der Baumeister Dädalus für sich und seinen Sohn Ikarus Flügel aus Adlerfedern und Wachs, um aus der Gefangenschaft Minos zu entfliehen. Die wichtigsten Flugregeln lauteten: Nicht zu dicht am Wasser fliegen, was die Federn beschweren könnte und nicht zu hoch, damit das Wachs nicht in der Sonne schmilzt.

Vorerst verlief der Flug ohne Probleme, doch getrieben von der "Sehnsucht nach dem Himmel" und kindlichem Übermut flog Ikarus viel zu hoch, das Wachs schmolz, sein Fluggerät löste sich auf, und er stürzte in das Ikarische Meer, das seither seinen Namen trägt.
 
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